Pistazien Torte mit Himbeeren

Pistazienbiskuit befüllt mit einer Pistaziencreme und frischen Himbeeren, eingestrichen mit einer Himbeersahnecreme - ganz ohne Buttercreme

Es gibt bereits eine ähnliche Torte auf meinem Blog. Diese hier ist eine etwas vereinfachtere Version davon.

Es war vielleicht eine glückliche Fügung, dass ich noch gemahlene Pistazien und Mascarpone im Kühlschrank hatte, die beide kurz vor dem Verfallsdatum verarbeitet werden mussten. Also habe ich frische Himbeeren gekauft und diese Torte gezaubert, die ganz ohne Buttercreme auskommt. Das ist einer der Gründe, warum sie vielen so gut schmeckt. Es ist ein schönes Bild zu sehen, dass kein Rand auf dem Teller übrig gelassen wird…

Dennoch möchte ich euch darauf hinweisen, dass die Himbeercreme, die ich hier zum Einstreichen verwendet habe, zwar fest genug ist, um die Torte zu halten, optisch jedoch nicht mit einer Buttercreme zu vergleichen ist.
Ihr werdet unter Umständen keine so schöne glatte und gerade Torte hinbekommen, wie ihr euch das vielleicht vorstellt. Hier steht eindeutig der Geschmack im Vordergrund - und der ist wirklich gut!

Wenn ihr der Torte ausreichend Kühlzeit gönnt und sie dafür in einen Tortenring spannt, so wie ich es getan habe, und im besten Fall auch etwas geübt seid im Einstreichen von Torten, kommt ihr zu dem Ergebnis, wie ihr es auf meinen Bildern seht…

Und eins möchte ich euch noch mitgeben: verzichtet auf keinen Fall auf die frischen Himbeeren (und verwendet in diesem Fall auf keinen Fall tiefgefrorene). Die Himbeeren sorgen nicht nur für einen besonders ausgewogenen Geschmack, sondern helfen auch bei der Stabilität der Torte.

Viel Freude beim Backen – und vor allem beim Genießen! ❤️




Die Torte ist ausreichend für mindestens 12 Personen




Pistazienbiskuit (Ø 20 cm):
6 Eier Gr. M, zimmerwarm
200 g Zucker
100 g Dinkelmehl, Type 630
100 g gemahlene Pistazien, z.B. Diana Company
1,5 TL Backpulver


Pistaziencreme (Füllung):
400 g Mascarpone, kalt
400 g Sahne, kalt
4 TL San-apart, alternativ 2 Pk. Sahnesteif
200 g Pistaziencreme (z.B. von Rewe Feine Welt) – wichtig ist, dass sie die feste Konsistenz von Nutella hat


Fruchteinlage (Füllung):
3 x 125 g frische Himbeeren


Himbeercreme (Einstrich):
25 g gefriergetrocknete Himbeeren, z.B. dmBio
100 g Mascarpone, kalt
600 g Sahne, kalt
30 g Puderzucker, nach Belieben mehr
6 TL San-apart, alternativ 3 Pk. Sahnesteif


Deko (optional):
Handvoll frische Himbeeren
Handvoll gehackte Pistazien



Zubereitung der Torte:
Backzeit: ca. 40 bis 45 Minuten
Temperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
Backform: 1x 20 cm Alu-Backform, hoher Rand (z.B. Cake Masters, oder PME)


Für den Pistazienbiskuit:
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen, den Rand nicht fetten, damit der Biskuit hochsteigen kann!

1. Die Eier und den Zucker mit niedriger Geschwindigkeit beginnend und anschließend mit hoher Geschwindigkeit für etwa 10 Minuten hellcremig aufschlagen, bis sich das Volumen in etwa verdreifacht hat. Das Mehl mit den gemahlenen Pistazien und dem Backpulver vermischen, in drei Etappen zu der aufgeschlagenen Masse sieben und unterheben, bis alles miteinander verbunden ist.

2. Den Biskuitteig in die vorbereitete Backform füllen, diese einige Male vorsichtig auf die Arbeitsfläche klopfen, dass größere Luftbläschen entweichen und anschließend im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene für ca. 40 bis 45 Minuten backen. Vor dem Herausholen eine Stäbchenprobe machen!

3. Den Pistazienbiskuit aus dem Ofen holen und in der Backform abkühlen lassen, bevor er vorsichtig mit einem Messer vom Rand gelöst und herausgestürzt werden kann. Bis zur Weiterverarbeitung vollständig abkühlen lassen.

Du kannst den Biskuit auch wunderbar einen Tag vorher backen (mache ich eigentlich immer) und in der Backform über Nacht mit einem Küchentuch abgedeckt ruhen lassen.



Für die Pistaziencreme:
Den Mascarpone (400 g) mit der flüssigen Sahne (400 g) in eine Schüssel füllen. Das das San-apart dazugeben und alles zusammen auf zunächst niedriger Geschwindigkeit aufschlagen. Sobald die Masse etwas fester wird, kann die Geschwindigkeit immer weiter erhöht werden. So lange aufschlagen, bis eine feste Creme entstanden ist.
Abschließend bis zu 200 g Pistaziencreme (Konsistenz von Nutella) unterheben. Die Pistaziencreme kann sofort zum Füllen verwendet werden, ansonsten bis zur Schichtung der Torte abgedeckt in den Kühlschrank stellen.



Für die Himbeercreme:
1.
Die gefriergetrockneten Himbeeren am besten mithilfe eines Mörsers, oder Mixers, zu einem feinen Pulver verarbeiten. Durch ein Sieb streichen, um die Kerne aufzufangen und das Himbeerpulver beiseitestellen.

2. Den Mascarpone (100 g) zusammen mit der flüssigen Sahne (600 g) in eine Schüssel füllen. Den Puderzucker hineinsieben, das San-apart dazugeben und alles zusammen auf zunächst niedriger Geschwindigkeit aufschlagen. Sobald die Masse etwas fester wird, kann die Geschwindigkeit immer weiter erhöht werden. So lange aufschlagen, bis eine feste Creme entstanden ist. Abschließend das Himbeerpulver dazugeben und vollständig einrühren.

3. Die Himbeercreme in einen Spritzbeutel mit Lochtülle (1 cm Ø) füllen und bis zu Weiterverarbeitung in den Kühlschrank legen.


Für die Schichtung und Fertigstellung der Torte:
Etwa 200 g von der hergestellten Pistaziencreme für die Dekoration abwiegen und vorerst im Kühlschrank lassen. Den Rest für die Schichtung verwenden.

Den Pistazienbiskuit dreimal waagerecht teilen, dass insgesamt 4 Tortenböden entstehen. Ich verwende dafür am liebsten einen Tortenschneider mit Draht, um gleichmäßig dicke Böden zu schneiden. Den vielleicht am dicksten geratenen Boden nutze ich immer für den untersten Boden.

Einen Klecks von der Himbeercreme mittig auf einen Tortenteller, oder Cakeboard streichen, bevor der erste Tortenboden aufgelegt wird. Dadurch klebt er fest und verhindert ein Verrutschen der Torte, solltet ihr sie später transportieren müssen.

Außen am Tortenboden entlang einen Ring aus Himbeercreme aufspritzen. Mittig etwa 2-3 gehäufte EL Pistaziencreme verteilen, 125 g frische Himbeeren darauf verteilen und abschließend erneut 1-2 EL Pistaziencreme auf den Himbeeren verteilen und glattstreichen, bevor der nächste Tortenboden aufgelegt wird. Diese Weise der Schichtung 2x wiederholen, bis der letzte Tortenboden als Deckel oben aufliegt.


Die Torte vollständig mit der restlichen Himbeercreme einstreichen und glattziehen. Restliche Creme in den Kühlschrank stellen und für den finalen Einstrich nach der Kühlzeit aufbewahren. Abschließend Tortenrandfolie oder Backpapierstreifen außen am Rand um die Torte legen und in einen Tortenring spannen. Für mindestens 4 Stunden, oder am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen. Falls ihr die Möglichkeit habt, könnt ihr sie auch für 1-2 Stunden ins Gefrierfach stellen (so habe ich es bei mir gemacht).

Die Torte aus dem Kühlschrank holen, den Tortenring und die Backpapierstreifen, bzw. Tortenrandfolie, lösen und mit der restlichen Himbeercreme unebene Stellen bestreichen und glattziehen. Die aufbewahrte Pistaziencreme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und nach Belieben dekorative Bahnen auf die Torte spritzen. Ebenso am unteren Rand, um einen hübschen Abschluss zu schaffen.

Zum Schluss mit frischen Himbeeren und gehackten Pistazien dekorativ belegen und servieren.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachbacken!

Wenn du die Torte ausprobiert, verlinke mich gerne über Instagram und teile mir mit,
wie sie dir schmeckt…

Ich freue mich sehr darauf, deine Torte zu sehen!

Alles Liebe,
Julia

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Schoko-Himbeer-Torte aka Luftschlangen Torte