Schoko-Himbeer-Torte aka Luftschlangen Torte

Schokoladenbiskuit mit Himbeercreme und frischen Himbeeren, eingestrichen mit einer Swiss Meringue Buttercreme im „Luftschlagen Design“

Es kann gar nicht genug Luftschlangen geben, um den Geburtstag von meinem Papa zu feiern. Das habe ich mir beim Backen der Torte gedacht, als ich dieses schöne Design (schön öfters auf Pinterest bewundert) geplant habe. Es sieht nicht nur wunderschön aus, es macht auch riesigen Spaß! Und auch wenn die Luftschlangen anfangs nicht perfekt zu werden scheinen, kann ich nur sagen: ,trust the process’ - denn am Ende ist manchmal unperfekt perfekt!

Diese Torte sieht natürlich nicht nur hübsch aus, sondern schmeckt auch noch herrlich erfrischend und nicht zu süß. Dafür sorgen die Himbeeren, die in Kombination mit den Schokoladenbiskuitböden perfekt zueinanderpassen. Das alles für einen verhältnismäßig geringen Aufwand - was Torten betrifft. Das alles auf 2 bis 3 Tage verteilt auch noch vollkommen stressfrei…

Ganz viel Freude beim Backen dieser Torte! ❤️



Die Torte ist ausreichend für mindestens 16 Personen



Zutaten Schokoladenbiskuit (20 cm):
5 Eier, M
200 g Zucker
1 Prise Salz
115 g Dinkelmehl Type 630, alternativ Weizenmehl
50 g Backkakao
5 g (Weinstein-)Backpulver


Fruchteinlage:
350 g TK-Himbeeren, oder frische Himbeeren


Zutaten Himbeercreme:
25 g gefriergetrocknete Himbeeren, z.B. dmBio
250 g Mascarpone, kalt
600 g Sahne, kalt
30 g Puderzucker, nach Belieben mehr
6 TL San-apart, alternativ 3 Pk. Sahnesteif


Zutaten Swiss Meringue Buttercreme:
6 Eiweiße, Gr. L
240 g Zucker
1 Prise Salz
500 g Butter, weich



Zubereitung der Torte:
Backzeit: ca. 38 Minuten
Temperatur: 180 °C Ober-/Unterhitze
Backform: 1x 20 cm Alu-Backform, hoher Rand (z.B. Cake Masters, oder PME)



Am ersten Tag:

Für den Schokoladenbiskuit:
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand nicht fetten!

1. Die Eier zusammen mit dem Zucker und der Prise Salz zunächst kurz auf niedriger Geschwindigkeit, anschließend auf höchster Geschwindigkeit, für ca. 10 bis 12 Minuten hellcremig aufschlagen. Das Mehl mit dem Backkakao und Backpulver vermischen, in drei Etappen zu der aufgeschlagenen Masse sieben und unterheben, bis alles miteinander verbunden ist.

2. Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene für etwa 38 Minuten backen. Vor dem Herausholen eine Stäbchenprobe machen!

3. Den Schokoladenbiskuit aus dem Ofen holen und in der Backform abkühlen lassen, bevor er vorsichtig mit einem Messer vom Rand gelöst und herausgestürzt werden kann. Bis zur Weiterverarbeitung vollständig abkühlen lassen.

Du kannst den Biskuit auch wunderbar einen Tag vorher backen (mache ich eigentlich immer) und in der Backform über Nacht mit einem Küchentuch abgedeckt ruhen lassen.



Für die Himbeercreme:
1.
Die gefriergetrockneten Himbeeren am besten mithilfe eines Mörsers, oder Mixers, zu einem feinen Pulver verarbeiten. Durch ein Sieb streichen, um die Kerne aufzufangen und das Himbeerpulver beiseitestellen.

2. Den Mascarpone zusammen mit der flüssigen Sahne in eine Schüssel füllen. Den Puderzucker hineinsieben, das San-apart dazugeben und alles zusammen auf zunächst niedriger Geschwindigkeit aufschlagen. Sobald die Masse etwas fester wird, kann die Geschwindigkeit immer weiter erhöht werden. So lange aufschlagen, bis eine feste Creme entstanden ist. Anschließend das Himbeerpulver dazugeben und vollständig einrühren. Die Creme kann sofort zum Schichten verwendet werden, ansonsten bis zur Schichtung der Torte abgedeckt in den Kühlschrank stellen.


Für die Schichtung der Torte:
Den vollständig abgekühlten Schokoladenbiskuit dreimal waagerecht teilen, dass insgesamt 4 Tortenböden entstehen. Ich verwende dafür am liebsten einen Tortenschneider mit Draht, um gleichmäßig dicke Böden zu schneiden.

Den vielleicht am dicksten geratenen Boden nutze ich immer für den untersten Boden.

Einen Klecks von der Himbeercreme mittig auf einen Tortenteller, oder Cakeboard streichen, bevor der erste Tortenboden aufgelegt wird. Dadurch klebt er fest und verhindert ein Verrutschen der Torte, solltet ihr sie später transportieren müssen.

Ein Drittel der Himbeercreme auf dem ersten Boden verteilen und glattstreichen. Vollständig mit Himbeeren belegen und leicht eindrücken. Achte dabei darauf, dass du den Rand etwas freilässt und die Himbeeren mittig verteilst, dass sie später nicht herausgedrückt werden. Ich verwende sehr gerne tiefgefrorene Himbeeren, die ich direkt aus dem Gefrierfach in der Torte verteile. Die Himbeercreme weicht dadurch nicht auf, dennoch geben sie etwas Feuchtigkeit ab, was die Böden aufsaugen, weshalb ich diese dann nicht noch zusätzlich tränke. Alternativ können natürlich frische Himbeeren verwendet werden. Den nächsten Tortenboden auflegen und diese Weise der Schichtung zweimal wiederholen, bis die Himbeercreme und Himbeeren vollständig verbraucht sind und der letzte Tortenboden als Deckel oben aufliegt.

Spätestens jetzt lege ich Backpapierstreifen, oder Tortenrandfolie um die Torte und spanne sie in einen Tortenring. Das könntest du bereits zu Beginn machen und direkt im Tortenring schichten. Den oberen Tortenboden mit Frischhaltefolie abgedeckt lasse ich die Torte für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen.


Am zweiten Tag:

Für die Swiss-Meringue-Buttercreme:
Die Eier sauber trennen, es wird nur das Eiweiß benötigt. Achte sorgfältig darauf, dass kein Eigelb in das Eiweiß kommt.

Die Eiweiße zusammen mit dem Zucker und der Prise Salz über dem Wasserbad unter ständigem Rühren auf 60 °C erhitzen, bis der Zucker vollständig geschmolzen ist. Vom Herd ziehen und am besten mit einer Küchenmaschine zunächst auf niedriger Geschwindigkeit kaltschlagen. Das dauert etwa 15 Minuten, oder länger. Zum Ende der Zeit die Geschwindigkeit erhöhen, bis die glänzende Masse an eine zum Aufspritzen feste Baisermasse erinnert. Sobald die Masse abgekühlt ist kann die Butter in kleinen Stücken nacheinander hinzugegeben werden. Zunächst wirkt es, als würde sich alles verflüssigen, aber schlage einfach auf höchster Stufe weiter, bis die gesamte Butter eingearbeitet ist. Sie wird dann fester und bekommt die Konsistenz einer Buttercreme.

Du kannst die Buttercreme auch wunderbar am Vortag herstellen. Du solltest sie dann allerdings über Nacht im Kühlschrank lagern und sie rechtzeitig wieder herausholen, da sie zum Einstreichen und Dekorieren der Torte zimmerwarm sein muss. Dafür erneut mit der Küchenmaschine cremig aufschlagen, bevor sie verwendet werden kann.


Für die Fertigstellung der Torte:
Die gekühlte Torte aus dem Tortenring lösen, die Backpapierstreifen bzw. Tortenrandfolie entfernen und mit dem Einstreichen beginnen. Dazu die Buttercreme am Rand und Deckel auftragen und mit einem Teigschaber glattstreichen. Ich verwende am liebsten einen Teigschaber aus Edelstahl, denn diesen kann man wunderbar unter heißem Wasser aufwärmen, was das Glattstreichen der Buttercreme, die über der gekühlten Torte schneller fest wird, vereinfacht. Dieser Vorgang mit dem Buttercreme auftragen und wieder glattstreichen kann bei Bedarf mehrere Male wiederholt werden, bis ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid. Ich empfehle zwischen jedem Durchgang die Torte für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank zu stellen. So bekommt ihr eine sehr gerade und glatte Torte!

Zum Schluss die restliche Buttercreme nach Belieben in mehreren Farben einfärben und jeweils in einem Spritzbeutel mit dünner Lochtülle (alternativ einfach ein kleines Loch einschneiden) als Luftschlangen in mehreren Lagen auf die Torte dressieren. Abschließend nach Belieben mit weißen Nonpareilles dekorieren und servieren.

Viel Freude und Spaß beim Backen dieser Torte! ❤️


Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachbacken!

Wenn du die Torte ausprobiert, verlinke mich gerne über Instagram und teile mir mit,
wie sie dir schmeckt…

Ich freue mich sehr darauf, deine Torte zu sehen!

Alles Liebe,
Julia


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